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Das Spiel meines Lebens

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Nicht umwerfend
Das Buch gibt etwas Einblick in die Geschehnisse des Eishockeysports (in der NHL). Allerdings ist für den Eishockey-Fan nicht sehr viel Neues dabei, es ist vielleicht für Leute interessant, die Thomas Vanek aus Medienberichten kennen und selbst mit dem Eishockeysport nicht viel zu tun haben. Ich kann nur einen anderen Kommentar bestätigen, dass sich Teile leider öfter wiederholen. Auch wenn Fehler passieren und menschlich sind, aber wenn am Buchumschlag steht, dass Thomas Vanek über Nacht der teuerste Spieler der NFL (= National FOOTBALL League) wurde, dann sagt es doch etwas über die Gesamtqualität des Buches aus.
Ein paar Anekdoten fand ich ganz gut, genau so wie ein paar interne Einblicke (Rituale der Spieler, Verhalten in der Kabine,...), aber im Großen und Ganzen war ich enttäuscht.
 
  Buch mit einigen Fehlern - jedoch lesenswert und durchaus interessant für Eishockeyneueinsteiger
Wie auch meine Vorredner anmerkten, erscheint es für eine Biographie noch sehr früh. Insbesondere wenn man bedenkt, dass das Buch mit einem Ereignis endet, das 1 Jahr vor Veröffentlichung eintrat. 6 Tage nach seiner schweren Verletzung zieht das (sportliche) Leben an ihm vorbei.


Zum Positiven:
Die Kapitel sind allesamt sehr kurz gehalten - es ist daher locker möglich das Buch in der Ubahn, Zug oder Bus zu lesen, da man praktisch kein Lesezeichen benötigt.
Jedes Kapitel beginnt mit einem Spielkommentar des Buffalo-Radiosprechers vom aktuellem Spiel, das Thomas Vanek verletzungsbedingt als Zuschauer im VIP-Bereich ansehen muss. Englischkenntnisse sind hier hilfreich. Finde die Idee mit den Kommentaren toll.
Thomas Vanek wirkt - im Gegensatz zB von Michael Owens (Fußballer, England) Autobiographie - zu keinem Zeitpunkt angeberisch oder über allem erhaben.



Zum Negativen:
Bitte mich jetzt nicht zu steinigen, aber was um alles in der Welt ist dem Verlag, dem Redakteur oder Thomas Vanek himself da eingefallen, dass Thomas als einer der teuerster Spieler der NFL gehandelt wird? Richtig gelesen: NFL. National Football League. Herr Thomas Vanek spielt Eishockey. NHL... Dieser Fehler findet sich ua. im rechten Einband (Flügel innen) wieder. Sowas darf einfach nicht passieren.
Es gibt auch noch Fotos die falsch kommentiert wurden und Namensschreibweisen seines Vaters, die falsch übernommen wurden. Habe dies dem Verlag bereits mitgeteilt, aber bis heute keine Rückmeldung bekommen. egal.
Es wiederholen sich einige Fakten im Buch immer wieder (Verhältnis zu Spielern und Trainern bzw Gastfamilien), ob das so gewollt ist oder nicht entzieht sich meiner Kenntnis. Wenn man das Buch aber am Stück liest, fallen diese Wiederholungen unangenehm auf. Langzeitleser stört das vielleicht weniger.



Fazit:
Das Buch liest sich jedenfalls sehr einfach, ist gut strukturiert und gibt einen kleinen Überblick für "Noobs", wie es in der AHL und NHL so zugeht. Wirkliche neue Sachen über die NHL, AHL bzw den Collegeteams an sich erfährt man hier nicht. Wer den Steckbrief von Thomas Vanek kennt, langweilt sich mitunter etwas, weil seine Geschichten und Verhältnisse zu Trainern und Mitspielern (vor allem Ales Kotalik) sehr oft wiederholt und aufgewärmt werden.
Dass Thomas Vanek einen guten Draht zu Kapfenberg-Trainer Werner Gregoritsch hat und dieser sein Lehrer war, wusste ich zB nicht. Von daher sind für den einen oder anderen manche "Aha"-Erlebnisse dabei, mehr aber nicht.


Dass Thomas Vaneks Leistungen Anerkennung - vor allem in Österreich - finden sollten, kann ich unterschreiben. Von daher empfiehlt sich dieses Buch auch für alle Österreicher, die die Person Thomas Vanek nur aus dem Teletexteintrag von ORF-Seite 277 kennen.


 
super zu lesen u. informativ
naja was soll man da noch sagen es geht um Thomas Vanek den besten eishockeyspieler österreichs. dazu ist es echt gut geschrieben u nicht langweilig. also wer ein fan von vanek ist oder von der nhl dann kann ich das buch nur empfehlen.
 
  Absolut empfehlenswert !
Ich finde das Buch absolut gelungen. Vielleicht bekommt er in Österreich durch dieses Buch doch noch den Ruhm der ihm zusteht.
 
Der Traum von einer großen Karriere
Dieser Traum ging für Thomas Vanek in Erfüllung: 2007 erhielt er bei den "Buffalo Sabres" einen Profivertrag, der ihm in 7 Jahren 50 Millionen Dollar garantiert. Damit ist er der bestverdienende Sportler Östereichs (er besitzt noch immer die östereichische Staatsbürgerschaft; seine Eltern leben in Graz).
Dabei begann alles ganz anders: 1982 flüchteten seine Eltern Jarmila und Zdenek aus der damaligen CSSR über Jugoslawien nach Österreich. Eigentlich wollten sie weiter in die USA, blieben aber dann in Österreich. Der Vater stieg - nach einer zweijährigen internationalen Sperre - bei österreichischen Klubs wieder in das erlernte "Eishockeygeschäft" ein und wurde Spieler, später Trainer. Er steckte den kleinen Thomas - inzwischen 1984 in Österreich geboren - mit dem "Eishockeyvirus" an, indem er ihn bereits mit 2 Jahren auf die Schlittschuhkufen stellte. Dass dies nicht umsonst war, beweist die Karriere desselben.
Mit 14 Jahren ging Thomas nach Nordamerika (zuerst nach Kanada, dann in die USA). Nun begann sein kometenhafter Aufstieg...
Man erfährt aus dem Buch sehr viel Interessantes über den (nordamerikanischen) Eishockeysport: Die "Buffalo Sabres" spielen in der EASTERN CONFERENCE/"Northeast Division" der NHL, die 30 Vereine aus den USA und Kanada umfasst. Aktuell liegt der Verein auf dem 2. Platz in seiner Liga.
Der Eishockeysport ist ein Ganzjahressport; allein der Grunddurchgang umfasst 82 (!) Spiele. Ziel jeder Mannschaft ist es natürlich, die Play-Off-Runde zu erreichen und den Stanley-Cup zu gewinnen.
Körperlich werden die Spieler voll gefordert: Z.T. ist an jedem 2. Tag ein Spiel; nach 40 - 50 Spielsekunden muss gewechselt werden, weil die Spieler ausgepowert sind. So ist auch Vaneks Leben voll auf den Sport abgestellt - die Erholung von den kräfteraubenden Matches steht an 1. Stelle!
Daneben erfährt der Leser auch sehr viel Privates über den Starstürmer der "Buffalo Sabres".
Insgesamt bietet das Werk, an dem neben Vanek noch 2 Co-Autoren mitgearbeitet haben, einen interessanten, aber letztlich relativ unkritischen Einblick in das nordamerikanische Eishockey-Geschäft (das ist es nämlich in erster Linie). Nur einmal blickt Vanek etwas über den "Eishockey-Tellerrand", wenn er schreibt, dass sich die Bevölkerung der Stadt Buffalo, ursprünglich eine große Industriestadt, aufgrund diverser Wirtschaftskrisen seit den 5Oer Jahren auf die Hälfte reduziert hat. Die, die es sich (noch) leisten können, geben dann viel Geld für einen Matchbesuch aus: Die Karten für das Match gegen die "Philadelphia Flyers" am 5.3.2010 kosten zwischen 58 und 173 Dollar!
Wie hieß es schon bei den Römern? "Panem et circenses!"